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Ich habe die 'Kinder' von Bruder Wendelin gemalt (in german)

12/15/2017 |

Alexander Salivontschik from Lêmrich on Vimeo.

Interview: Maximilian Fritz
Als junger Künstler kam er 1993 das erste Mal nach Deutschland. Nicht mehr als die Nummer eines entfernten Bekannten hatte er im Gepäck. Die Familie und die Nachwehen der Sowjetunion hat er Zuhause in Weißrussland gelassen.
Alexander Salivontschik ist am 19. Mai in 1957 in Novolinsk, Ukraine geboren. Mit 36 Jahren wagte er einen Neuanfang in einem Land, dessen Sprache er nicht beherrschte. Trotzdem hat er sich durchgesetzt. Hat sich an der Städelschule ausbilden lassen, sich als Künstler neu gefunden und kann von seiner Kunst leben. Unterstützt hat ihn dabei auch Bruder Wendelin und der Franziskustreff. Bis heute ist er Gast des Franziskustreffs. Dort findet er Ruhe und Inspiration. Über sein Leben als Künstler hat Alexander mit uns gesprochen.

Was hat Dich 1993 - kurz nach dem Ende der Sowjetunion - nach Deutschland gebracht?

Nachdem ich 1991 aus Chicago zurückkam, habe ich mein ganzes Geld für den Bau meines Hauses in Weißrussland ausgegeben. Doch erinnerte ich mich an Frankfurt, als ich nach Chicago geflogen bin und dort einen Zwischenstopp hatte. Im Gepäck hatte ich die Nummer eines Bekannten meiner Cousine.
In Frankfurt habe ich an seiner Wohnungstür geklingelt. Er hat mir die Tür geöffnet und gefragt, wer ich sei. Ich meinte, ich sei der Cousin seiner Bekannten und arbeite als Künstler. Daraufhin wollte er, dass ich ein Porträt von ihm male, als Beweis dass ich auch ein Künstler sei. Daraufhin hat er mich für sechs Nächte bei sich schlafen gelassen..